Theodor Hierneis verehrte den König und war ihm bis zuletzt treu ergeben. In seinen Schilderungen kann der Leser den König mit all seinen Eigenarten erleben, hört von seinem Verlangen nach Einsamkeit, seiner Liebe zu den Bergen und seiner Leidenschaft, Schlösser zu bauen. Doch auch seine Schwächen und Schrulligkeiten, auf die man besonders in der Hofküche Rücksicht nehmen musste, werden geschildert.
Nach dem traurigen Ende des Königs trat Hierneis in die Dienste des Prinzregenten Luitpold und später in die des Kaisers Wilhelm II. Und das sind fast die interessantensten Seiten im Buch, wenn aus der Perspektive der Hofküche die Atmosphäre am Bayerischen Hof und das ganz andere Leben am Hofe des Kaisers in Berlin verglichen werden.
Das alles liest sich mit Leichtigkeit und nicht ohne Schmunzeln.
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