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Juni 2010

Bayern, die Wittelsbacher und Brasilien
Eine Ausstellung über die brasilianische Hochzeit der Prinzessin Amélie von Leuchtenberg 1829

Über diese "Kaiserhochzeit" einer Wittelsbacherin mit dem Kaiser Dom Pedro I. von Brasilien wusste man bisher nicht viel. Das änderte sich in dem Moment, als in München Friedrich Graf von Spreti im Nachlass seines UrUr-Onkels gleichen Namens dessen Aufzeichnungen zur Reise der Hochzeitgesellschaft nach Brasilien fand. Friedrich Graf von Spreti, verantwortlich für die Reisekasse und die Sicherheit des Gefolges, hat seinerzeit ein ausführliches Tagebuch der aufwändigen, monatelangen Reise geführt, das sein Nachfahre 2008 wohl verwahrt in einer Blechkassette fand. 
Zusammen mit Suzane Freifrau von Seckendorff, der Kuratorin der aktuellen Ausstellung, brachte er quasi im Selbstverlag eine Buchausgabe dieser hochinteressanten Aufzeichnungen heraus, die sich mittlerweile gut verkauft. Das Material ist jedoch so reichhaltig, dass zusätzlich von Juni bis zum 30. September 2010 im Foyer des bayerischen Finanzministeriums im ehemaligen "Leuchtenbergpalais" eine sehenswerte Ausstellung präsentiert werden kann.
Die Süddeutsche schreibt zum Thema der Wittelsbacher Übersee-Abenteuer:
"Amélie blieb nur drei Jahre lang Kaiserin von Brasilien... Fast zwanzig Jahre nach der Hochzeit von Amélie und Pedro entzückte die 'hoch gewachsene, mehr teutsch aussehende' Tochter aus dieser Ehe, Marie Amélia, den Münchner Hof. Wieder wurden Pläne geschmiedet: Ihre Mutter plante eine Heirat mit Erzherzog Maximilian, dem späteren Kaiser von Mexiko. doch Amélia starb 22-jährig an der Tuberkulose."


 
    

 


 
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